Franz Kern

1946 bin ich in Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich geboren und somit auf dem Land aufgewachsen. Schon von daher bin ich auch sehr naturverbunden. Seit meinem 20. Lebensjahr beschäftige ich mich mit Aquarien und entdeckte dabei auch meine Liebe zu den Wasserpflanzen. Mein Stolz war immer ein großes Aquarium mit vielen prächtigen Pflanzen und kleinen Zierfischen in meiner Wohnung. Später versuchte ich mich im Nachzüchten meiner Aquarienpfleglinge. Ich begann mit der Nachzucht von Barben, Bärblingen und Ziersalmlern bis hin zum Kongosalmler, darüber hinaus auch von Skalaren. Die Zahl meiner Zuchtaquarien stieg ständig.

 

1976 zog ich nach Linz in die Stadt und musste mich aus Platzgründen von den meisten Aquarien trennen. Dem Aquarienverein Artemia-Linz bin ich 1979 beigetreten und leite diesen als Obmann nunmehr seit 30 Jahren. 1982 wechselte ich meinen Beruf vom Tischler zum Tierpfleger im Zoo Linz. Dort konnte ich als Pfleger bei den Aquarien und Terrarien mein Hobby voll ausleben. Bei meiner Arbeit mit den Aquarienfischen wuchs auch der Wunsch, mehr über die Tiere in Erfahrung zu bringen und nähere Informationen über ihren eigentlichen Lebensraum zu erhalten. Mich beschäftigte die Frage, wie sich die Fauna vor Ort darstellt, wie genau die Tiere dort wohl leben und wie die Fische vor Ort aussehen mögen. Besonders galt dies für den Diskus. So machte ich mich in der einschlägigen Fachliteratur und hier insbesondere über den Mergus Aquarien-Atlas kundig.

 

Vor allem der Rio Tefé Diskus hatte es mir dabei so sehr angetan, dass ich mit einem Kollegen aus meinem Aquarienverein 1987 kurz entschlossen ins Amazonasgebiet nach Tefé/Brasilien flog. Keiner von uns beiden konnte damals auch nur ein Wort Spanisch oder Portugiesisch sprechen und wir konnten uns vor Ort folglich kaum verständigen, was sich letztlich auch auf unsere Fangerfolge auswirkte. So war es zwar eine sehr abenteuerliche Reise zum Rio Tefé, aber ich fand damals keinen einzigen Diskus. Dafür bemerkte ich, dass es dort nicht nur Fische, sondern auch ganz liebenswerte Menschen gibt. Sofort nach meiner ersten Amazonasreise habe ich beschlossen, Spanisch zu lernen. Da ich Lateinamerika kennenlernen wollte, habe ich mich für Spanisch entschieden, obwohl in Brasilien Portugiesisch gesprochen wird. Trotzdem klappt die Verständigung mit meinen Freunden gut.

 

Fünf Jahre später begleitete mich meine Lebensgefährtin Eva Blüthl das erste Mal zum Amazonas. Sie war so begeistert, dass sie schon beim Heimflug zu mir sagte: „Nächstes Jahr fahren wir wieder zum Rio Tefé“. Bei allen unseren Brasilienreisen, die uns auch an den Rio Javari, den Rio Negro und den Rio Miura geführt haben, verbrachten wir jedes Mal zumindest eine Woche am Rio Tefé. Die Freundschaft zu unseren Freunden vor Ort hat sich weiter gefestigt. Deren Kinder haben heute Internetzugang und eigene E-Mail-Adressen und so kann ich den Kontakt gut pflegen.

 

Seit 2006 bin ich in Pension und habe mehr Zeit für meine Hobbys. Neben dem Fotografieren sind dies hauptsächlich naturkundliche Vorträge, die ich zu verschiedenen aquaristischen und terraristischen Themen mache. Ganz im Vordergrund der Vorträge stehen jedoch die Reiseberichte über unsere zahlreichen abenteuerlichen Fischfangreisen in den letzten 20 Jahren.

 

Wolfgang und Reinhold habe ich auf dem 34. Symposion für Vivaristik „Mensch-Tier-Umwelt“ (siehe Bericht über diese Veranstaltung) in Litschau kennengelernt. Ich freue mich, deren Homepage "Welse und mehr..." mit meinen Foto-Reiseberichten bereichern zu können. 

 

In den 5 Fotogalerien der Unterseiten sehen Sie eine kleine Auswahl von Bildern, die ich bei meinen Amazonasreisen zum Rio TeféRio JavariRio Negro, Rio Miura und bei meiner Borneo-Reise am Mahakam gemacht habe. Klicken Sie einfach eines der dort gezeigten Fotos an, und Sie werden direkt zu meinem jeweiligen ausführlichen Reisebericht weitergeleitet.

 

Franz Kern      Linz/Österreich