Di

05

Okt

2010

Geglückte Nachzucht von Katzenwelsen (Ameiurus nebulosus)

Ameiurus nebulosus (Jungwelse)

Manfred Wantoch aus Bochum-Wattenscheid ließ uns dankenswerterweise einen Kurzbericht zu seiner gelungenen Fortpflanzung von Katzenwelsen (Ameiurus nebulosus) in seinem Gartenteich zukommen, den wir gern hier wiedergeben:

 

Wir haben seit ca. 50 Jahren einen kleinen Gartenteich (noch vom Vater) mit Pumpe/Filter und kleineren Steinhöhlen (nachgerüstet). Neben einigen älteren Goldfischen sind auch zwei etwa 4 Jahre alte Katzenwelse im Besatz, beide sind noch keine 20 Zentimeter lang. Dieses Jahr hat es geklappt und wir haben Welsnachwuchs. Bisher konnten wir so ca. 30 Jungtiere in der Länge von ca. 15-20 mm ausmachen.

Doch zunächst weitere nähere Angaben zum Teich selbst:

 

Dieser ist ca. 3,5 m lang und ca. 1,8 m breit, die Tiefe liegt bei ca. 60 cm. Im vorderen Bereich sieht man unten im Wasser ein orangenes Etwas. Dies ist der Vorfilter, gefertigt aus einem Stück Kunststoffrohr (ca. 20 cm lang und 30 cm Durchmesser). Im Inneren befindet sich die Pumpe, obenauf liegt ein ca. 5 cm dicker Filterschwamm. Dort sowie im Auslaufbereich der Pumpe (hinten links) ist auch der Lieblingsplatz der Nachkömmlinge. Der Außenfilter, ca. 20 l, ist bestückt mit Lavasteinen (meine Idee), grobem Kies und feinem roten Filtergestein, welches beim Filter dabei war. Außerdem läuft das Wasser über eine im Filter integrierte UV-Lampe. In der Mitte des Teiches befindet sich der Frischwasserzulauf, welcher im Garten separat abgesperrt werden kann und nicht für jedermann einsichtig ist - man kennt ja seine Pappenheimer! Der Filterauslauf in den Gartenteich erfolgt über eine Holzrinne (= ein ausgehöhlter Kirschbaum) und eine so genannte Prallscheibe aus Holz zur Geräusch-minderung, aber immer noch mit recht guter Wasserverwirbelung. In diesem Bereich befindet sich zudem etwas weiter hinten eine Steinhöhle, die gut durch die vielen Fadenalgen getarnt ist. Eine weitere Steinhöhle liegt genau gegenüber in der anderen hinteren Ecke.

All dies hat sich recht gut bewährt. Immerhin habe ich ca. 20 Jahre Erfahrung mit Süßwasserfischen, auch wenn aus beruflichen Gründen heute bei uns zu Hause leider kein Becken mehr in Betrieb ist – ein ca. 400 l Eckaquarium befindet sich auf dem Dachboden.

Mittlerweile habe ich mir ein kleines Aquarium zugelegt (54 l) zum Komplettpreis von 39,99 Euro. Dieses steht im Wohnzimmer und ist besser als TV. Inzwischen sind dort genau 12 Jungtiere eingezogen und fühlen sich sauwohl. Ihre maximale Größe liegt so um 30 mm. Ich habe sie bereits dressiert, sodass sie aus meinem Futterring (= Kunststoffring ca. 8 cm im Durchmesser) fressen. Das Futter bringe ich dort mittels eines Kunststoffrohres ein. Ich lasse es einfach in den Ring absinken und entferne dann das Rohr, was wunderbar klappt. Mir ist klar, dass ich die Tiere nur vorübergehend in dem kleinen Becken beobachten kann, da sie rasch größer werden. Mal sehen, an wen ich sie später abgeben werde.

Im Teich sind auch noch ca. 30 Tiere. Denen geht es ebenfalls sehr gut. Sie werden natürlich auch noch gefüttert und zwar immer an der gleichen Stelle. Durch die Pumpe ist der Teich eigentlich eisfrei bzw. wird von uns zumindest an einer Stelle eisfrei gehalten, sollte die Pumpe bei zu strengem Frost ausgeschaltet sein. In harten Wintern schöpfen wir dann etwas Wasser ab, sodass eine zweite Eisschicht entstehen kann. Oben decken wir dann mit Styropor ab.

Sobald es etwas Neues von den Welsen gibt, werde ich Euch hier weiter auf dem Laufenden halten. Das gilt auch für noch einzustellende Fotos von den Elterntieren. Die sind derzeit nur ganz schwer aus ihrer Höhle zu locken, und herausscheuchen möchte ich sie zu diesem Zweck auch nicht. Freiwillig kommen sie nur sehr ungern ans Tageslicht, und wenn, dann allenfalls mit Einbruch der Dämmerung. Außerdem ist die schattenspendende Seerose schon auf dem Rückzug und hat nur noch wenige Blätter als Schutz gegen das Tageslicht. Lediglich die Jungtiere sind unermüdlich im Einsatz.

 

Manfred Wantoch (Bochum-Wattenscheid)