Verfressene kleine Kobolde: Batrochoglanis raninus

Batrochoglanis raninus (Frosch-Fettwels)

Der recht große Fischhappen im Maul dieses ansprechend gefärbten, noch jungen Frosch-Fettwelses (Batrochoglanis raninus) lässt keinen Zweifel aufkommen: Wenn dieser Räuber, der tagsüber sehr versteckt lebt, nach Einbruch der Nacht auf Nahrungssuche geht, so vermag er jeden Fisch zu verschlingen, der in sein Maul hineinpasst. Und sind Beutefische passender Größe vorhanden, so kann er so viele fressen, dass ihm beinahe der Bauch platzt. Diese Fähigkeit hat er mit seinem Namensvetter, dem asiatischen Froschwels (Clarias batrachus) gemeinsam.

 

Die ausgesprochen räuberische Lebensweise gilt es bei der Vergesellschaftung von Batrochoglanis raninus zu berücksichtigen. Gefährdet sind vor allem schlanke Mitbewohner. Diese sollten sogar größer sein als der Wels selbst, um nicht Gefahr zu laufen, eines Tages verspeist zu werden.

Batrochoglanis raninus (Frosch-Fettwels)

Der Frosch-Fettwels ist in fast ganz Amazonien zu Hause. Die Art erreicht im Aquarium eine Länge von 10 bis maximal 12 Zentimetern (obige, beim Umsetzen abgelichtete Tiere sind bereits über 10 Zentimeter lang) und gehört damit zu den kleiner bleibenden Raubwelsarten. Vor einigen Jahren hatte ich mir gleich mehrere junge Exemplare angeschafft, die gerade einmal um 5 Zentimeter groß waren. Nach dem Einsetzen in ein dicht bepflanztes kleineres Becken bezog jedes sein eigenes Versteck, nämlich im Kies verankerte Kokosnussschalen. Etwa eine Woche habe ich die Welse dann zunächst nicht mehr gesehen. Selbst Stückchen von FD-Futtertabletten, die ich nach dem Löschen der Aquarienbeleuchtung in der Nähe ihrer Verstecke fallen ließ, rührten sie nicht an.